Islands Rote Socken – Ein Streik

Ein Streik ist, wenn Menschen nicht arbeiten, weil sie eine Verbesserung für ihre Arbeit erreichen wollen.

Die „Roten Socken“ ist eine Gruppe von Frauen auf Island.
Die Roten Socken machten im Juni 1975 einen großen Streik.
Sie machten das gemeinsam mit anderen Frauen-Gruppen.
Zusammen hatten sie einen Frauen-Kongress in der Hauptstadt Reykjavik.
Die Frauen beim Kongress sagten:
„Heute arbeiten wir nicht.
Heute kochen wir nicht.
Und heute passen wir nicht auf die Kinder auf.“
90 Prozent aller Frauen, die auf Island arbeiten, machten beim Streik mit.
Sie gingen nicht zur Arbeit.
Sie ließen ihre Männer auf die Kinder aufpassen.
Die Frauen wollten zeigen: Unsere Arbeit ist sehr wichtig.
Die Arbeit, für die wir Geld bekommen und auch die Arbeit zu Hause.

Durch den Streik der Frauen stand die Wirtschaft von Island still.
Das heißt, viel Arbeit konnte nicht gemacht werden.
Die Männer mussten einspringen.
Einige blieben zu Hause.
Andere nahmen ihre Kinder mit zur Arbeit.
Der Streik der Frauen brachte große Veränderungen.
Die Veränderungen waren gut für alle Frauen.

Achtung: In Deutschland bedeutet „Rote Socke“ etwas anderes.
Hier sagt man das manchmal zu Menschen, die politisch sehr links sind.
Das ist (oft) nicht nett gemeint.

 

Was hat das mit Frieden zu tun?