Lebensweltbezug und didaktische Begründung
Die junge Generation ist bereits mit vielfältigen Krisen konfrontiert: Sie hat die Folgen der Corona-Pandemie erlebt, setzt sich mit Klimakrise, demografischem Wandel und der Erosion politischer und gesellschaftlicher Ordnungen auseinander. Der Überfall Russlands auf die Ukraine und damit ein Krieg in Europa führen zu einem sicherheitspolitischen Paradigmenwechsel. Mit der Wiedereinsetzung des Wehrdienstes und der verpflichtenden Musterung für junge Männer wird diese Entwicklung unmittelbar lebensweltlich relevant. Für Jungen und Mädchen stellt sich die Frage dabei in unterschiedlicher Weise: Während junge Männer mit einer möglichen persönlichen Entscheidung über den Wehrdienst und einer staatlichen Verpflichtung konfrontiert sind, bleibt die Auseinandersetzung für Frauen hypothetisch beziehungsweise freiwillig.
Aktuelle Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Jugendlichen einen Wehrdienst ablehnt. Gleichzeitig wird von ihnen gesellschaftliche Verantwortung und Verpflichtungsbereitschaft eingefordert. Nach fast 80 Jahren Frieden in Westeuropa fehlt vielen Jugendlichen wie auch ihren Eltern und Peergroups eigenes Erfahrungswissen im Umgang mit dieser Situation. Die Entscheidung berührt daher grundlegende Fragen der persönlichen Lebensplanung.
Die Unterrichtsreihe unterstützt Jugendliche dabei, diese Fragen aus theologischer und ethischer Perspektive zu reflektieren. Sie erarbeitet Zugänge und Kriterien zur Einordnung und Positionierung und trägt damit dazu bei, eine eigene und verantwortliche Entscheidung zu ermöglichen. Hier können Sie den ganzen Artikel lesen. Im Downloadbereich finden Sie weitere Informationsmaterialien.
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